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Vom Sehen und Leben – Gertrude Sandmann – Retrospektive einer Künstlerin und Zeitzeugin

Auf Grund des großen Publikumszuspruchs wird die Ausstellung bis 1. Mai 2010 verlängert.

In der Ausstellung werden über 100 Grafiken und Pastelle und darüber hinaus auch Dokumente ihres Lebens (Fotos, Tagebüchern, Veröffentlichungen u.a.) gezeigt.
Gertrude Sandmann hatte eine besondere Beziehung zum HAUS am KLEISTPARK. Hier stellte sie bereits 1968 ca. 70 Zeichnungen zusammen mit Arbeiten der Bildhauerin Annemarie Haage aus.

Im Rahmen der Ausstellung findet am 9. März um 19 Uhr im Haus am Kleistpark eine Podiumsdiskussion mit der Kuratorin Dr. Anna Havemann und mit Frauen, die Gertrude Sandmann noch aus der Frauenbewegung persönlich kannten u.a. mit Prof. Dr. Ilse Kokula statt. Dazu wird es auch eine Lesung aus ihren bemerkenswerten Tagebüchern geben.

Haus am Kleistpark
Grunewaldstraße 6–7, 10823 Berlin

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10–19 Uhr, Eintritt frei

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Gertrude Sandmann wird mit einem Biografischen Album in der Kulturhistorischen Ausstellung „Wir waren Nachbarn – 136 Biografien jüdischer Zeitzeugen“ im Rathaus Schöneberg geehrt.

Gertrude Sandmann gehört zu den etwa 1.700 Juden in Berlin, die versteckt überlebt haben. Ihr Versteck war zuletzt bei einer Freundin in der Eisenacher Str. 103 in Schöneberg, wo sie später – ganz in der Nähe - eine Wohnung vom Senat als „Verfolgte des Naziregimes“ bekam. Hier lebte Gertrude Sandmann bis zu ihrem Tod.

Rathaus Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz
10820 Berlin

Öffnungszeiten
Alle Tage (außer Freitag)
10–18 Uhr

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Im Verlag Hentrich & Hentrich ist im Januar 2011, in der Reihe Jüdische Miniaturen Band 106, eine Biografie von Gertrude Sandmann erschienen.

Gertrude Sandmanns (1893–1981) außergewöhnliche Biographie vereint das Schicksal einer verfolgten Berliner Jüdin mit dem einer politisch aktiven und berufstätigen Künstlerin. Dank der couragierten Hilfe von Freunden überlebt die Schülerin von Käthe Kollwitz die Schoah im Untergrund in Berlin. Auch ihr künstlerisches Werk kann gerettet werden.

Gertrude Sandmann:
Künstlerin und Frauenrechtlerin

88 Seiten, 19 Abbildungen
ISBN 978-3-942271-18-9
€ 9,90

Links:
Verlag Hentrich & Hentrich
Amazon.de

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Zur Zeit findet eine umfangreiche Aufarbeitung des Oeuvres der Künstlerin statt. Zum Frühjahr 2011 wird das Werkverzeichnis fertig gestellt.

Eine erste umfassende Retrospektive seit dem Tod von Gertrude Sandmann fand im Frühherbst 2009 im Alten Rathaus – Potsdam Forum statt.

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Eine erste umfassende Retrospektive seit dem Tod von Gertrude Sandmann fand im Frühherbst 2009 im Alten Rathaus – Potsdam Forum statt.

Die Ausstellung „Vom Sehen und Leben – Retrospektive einer Künstlerin und Zeitzeugin“ bot Einblicke in das hervorragende künstlerische Werk und die bemerkenswerte Biografie der jüdischen und lesbischen Grafikerin Gertrude Sandmann.

Die Ausstellung war als Retrospektive angelegt und zeigte das stille und zugleich thematisch vielfältige Oeuvre der begabten Künstlerin und kritischen Zeitzeugin. Insgesamt wurden mehr als 80 Grafiken gezeigt, die repräsentativ für ihre Bildthemen, die von ihr verwendeten Techniken und ihre Schaffensperioden sind. In der Ausstellung ging es aber ebenso darum, Gertrude Sandmanns bewegte und facettenreiche Lebensgeschichte zu vermitteln, die vom Kampf um Selbstbestimmung geprägt war. Es galt eine Verbindung zwischen ihren Bildern und Tagebuchaufzeichnungen herzustellen, um somit Gertrude Sandmann als Zeitzeugin zu Wort kommen zu lassen.

Parallel zur Ausstellung fand ein umfangreiches Rahmenprogramm statt, das von Studenten der Fachhochschule Potsdam (Fachbereich Kulturarbeit) in Kooperation mit der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Alten Rathaus – Potsdam Forum organisiert wurde.
Die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Johanna Wanka, der ehemaligen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Sie wurde mit Hilfe der Unterstützung der Stadt Potsdam, der Fachhochschule Potsdam, der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Fachhochschule Potsdam und private Spenden realisiert.

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Reaktionen einiger Ausstellungsbesucher:

Diese Künstlerin ist eine Entdeckung – noch viele wie sie sollten in Zukunft eine solch schöne Ausstellung erhalten! Ingrid Pfeiffer, Schirn Kunsthalle, 24. September 2009

Ich hatte noch nie etwas von Gertrude Sandmann gehört. Die Geschichte geht mir nah – die Bilder sind sehr beeindruckend und hinterlassen Spuren – Fragen ... . Schön, dass ich den Abstecher hierher genommen habe. P. Schmidt 1. September 2009

Wie wunderbar, dass Gertrudes Bilder endlich gewürdigt werden können. So ist die Künstlerin nicht nur uns als Freundin und bewundertes Vorbild unvergessen sondern ihr Werk erhält den ihm gebührenden Platz in der Öffentlichkeit. Vielen Dank an alle, die an der beeindruckenden Ausstellung mitgewirkt haben. Christiane von Lengerke, Gabriele Schilling 3. September 2009

Ich habe mit mehreren Frauen eine Führung durch diese gelungene Ausstellung gemacht. Toll, dass das Werk nun wieder in voller Schönheit zu sehen ist! Danke an das Team – ich fände es schön und wichtig, wenn noch ein Katalog erscheint. K. Koblitz 5. September 2009

Wichtig und eindrucksvoll, ein solches Künstlerinnenleben wieder an die Öffentlichkeit zu bringen. Danke. Marion Beckers und Elisabeth Moorgat, Das Verborgene Museum, Berlin, 17.Oktober 2009

Wunderbare, bewegende Bilder, an die ich noch lange denken werde – hoffentlich gibt’s mal ein Buch über Gertrude Sandmann!! Juliane Schubert, 18. Oktober 2009

Blick in die Ausstellung Vom Sehen und Leben; Fotografin: Jana Kühl

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Gertrude Sandmann in ihrem Atelier (Detail); Fotografin: Eva Rülf-Kollwitz, 1972